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Geduld, Vertrauen, Charisma: das Profil eines guten Trainers

Fitness & Wellness
Geschrieben von: Arena at 11 Oktober '16 0
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Welche Eigenschaften sollte ein guter Schwimmtrainer haben? Sollte er progressiv sein und seine Schüler immer pushen, ihr Bestes zu geben? Oder sollte er eher verständnisvoll sein und immer bereit, seine Schützlinge zu trösten, wenn das Training oder der Wettkampf nicht so gut lief?

Eine perfekte Formel gibt es natürlich nicht. Ein idealer Trainer wäre eine Mischung aus all diesen Eigenschaften und könnte technische, taktische, pädagogische und kommunikative Qualitäten miteinander kombinieren. Es ist nicht einfach, die Denkprozesse der Schüler zu verstehen und ihnen ein Ziel vorzugeben, dass sie geradlinig verfolgen können. Die Schlüsselwörter sollten Vertrauen, Wertschätzung und Ermutigung sein. Jemand, der nicht nur in schwierigen Zeiten hilft, sondern als Bezugsperson auch stetig das Selbstwertgefühl erhöht, indem er die kleine Erfolge wertschätzt.

Was ein guter Trainer nicht tun sollte

Häufige Vorwürfe, aggressives Verhalten, eine Stimme, die zu hoch ist (fast schreiend) und der Drang danach, Befehle zu geben oder eine dominante Rolle zu spielen. Nichts davon ist gut. Besser ist es, Schülern Sicherheit, Vertrauen und Gelassenheit beizubringen. Ein guter Trainer sollte enorm viel Geduld haben und statt Vorwürfe machen, motivieren, ermutigen und die positiven Eigenschaften stärken. Ein Anführer, von seinen Schülern „auserwählt“   und aufgrund seiner Objektivität und Autorität von ihnen respektiert.

Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die den Unterschied machen

Wenn du Trainer bist und diesen Artikel liest, weil du deinen pädagogischen Ansatz verbessern willst, dann fange damit an, nach jeder Schwimmeinheit deine Gedanken zu notieren. Mit einer frischen Perspektive kannst du verschiedene Aspekte des Trainings beurteilen, erlebte Gefühle verarbeiten und Reaktionen und kritische Töne der Schwimmer bewerten. Stell dir diese Fragen: Wie würde ich die Performance in dieser Einheit im Vergleich zur Vorherigen bewerten? Hatte ich irgendwelche Schwierigkeiten? Wenn ja, warum? Und wie bin ich diese angegangen? Wie effektiv war meine Anwesenheit und wie haben die Schüler auf mich reagiert?

Neben technischem Know-How haben gute Trainer auch psychologische und zwischenmenschliche Fähigkeiten und können Situationen objektiv, ohne jemanden zu bevorzugen, analysieren. Einfach ist das nicht, denn oft vertrauen Schüler auf den Trainer, auch bei Themen, die über das Training hinausgehen.

Zwei verschiedene Stile: Welchen bevorzugst du?

Es gibt zweierlei Trainings-Stile: autoritär und kooperativ. Der erste ist geprägt durch Geschlossenheit: Der Trainer trifft seine Entscheidungen, ohne diese mit der Gruppe zu besprechen und hat kein großes Interesse an der Meinung anderer. Er verfolgt allein das Ziel zu gewinnen, ohne sich Gedanken über die Gefühle und Motive der Sportler zu machen. Er glaubt, dass es seine Aufgabe ist, sein Team anzutreiben, um zu gewinnen.

Der kooperative Stil berücksichtigt im Gegensatz dazu die Ideen der Athleten und aller Beteiligten, indem Ziele, Strategien, Träume und Ängste offen ausgetauscht werden. Das Hauptmerkmal ist, dass Entscheidungen und Zustände bewusst in Frage gestellt werden, um so Anpassungen schneller vorzunehmen zu können – ob persönliche oder technisch-taktisch. Es bedeutet auch, Fehler zu erkennen.

Ex-Sportler als Trainer, ja oder nein?

Stellt die Tatsache, dass man selbst schon auf Wettkampf-Niveau geschwommen ist, für Trainer eine Stärke dar oder, im Gegenteil, ein Hindernis? Leider gibt es darauf keine eindeutige Antwort. Es gibt eine Reihe von Begriffen, Fähigkeiten und Kompetenzen, die an der Uni oder in der Ausbildung nicht gelehrt werden, sondern mit der Zeit durch Erfahrung in diesem Gebiet erworben werden.

Jedoch neigen Ex-Athlet dazu neigen, die technischen Schwierigkeiten ihrer Schüler zu unterschätzen und vorauszusetzen, dass sie Bewegungsabläufe durch einfaches Beobachten und Nachahmen lernen. Die Leichtigkeit, mit der sie den Sport selbst praktiziert haben, wird zur Schwierigkeit; sie sind nicht in der Lage, die komplexen und empfindlichen Dynamiken zu ergründen, die den Lernprozessen zugrunde liegen.

Was denkst du? Bist du ein autoritärer oder kooperativer Trainer? Wenn du ein Schüler bist, was erwartest du von deinem Schwimmtrainer?

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Geschrieben von:

Arena

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