Der Knigge des Windschattenschwimmens

Aus dem Leben eines Schwimmers
Geschrieben von: Valeria Molfino at 7 Dezember '15 0
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Manchmal beginne ich eine Trainingseinheit auf einer Bahn, die eigentlich schon viel zu voll ist, um erfolgreich das durchziehen zu können, was ich mir vorgenommen hab. Egal, ob du in einem 25 m oder in einem 50 m Pool schwimmst – dir kommen die Bahnen oft wie verstopfte Straßen zur Hauptverkehrszeit vor. Sie sind voll mit aufgeregten Schwimmern, die nur darauf warten, dich zu überholen, sobald du an Geschwindigkeit nachlässt. Wenn das eintritt, gibt es nur noch einen Ausweg: Das Windschattenschwimmen.

Durch das Schwimmen hinter oder neben einem anderen Sportler kannst du 25% deiner Energie einsparen. Du kannst schneller und effizienter schwimmen – dennoch ist es nicht immer so einfach, wie es zu sein scheint.

Das Windschattenschwimmen (welches sicherlich nicht während des Trainings im Schwimmbecken zu empfehlen ist) entpuppt sich bei Wettbewerben im offenen Gewässer als ein wahrer Segen. Ob du es liebst oder hasst; jeder Schwimmer hat schon mindestens einmal einen Vorteil daraus gezogen. Aber sei vorsichtig: nicht jeder ist bereit, dir diesen Vorteil zu verschaffen!

Vertrauen ist gut, aber Achtsamkeit ist besser

Windschattenschwimmen ist extrem bequem und sicherlich weniger ermüdend, als wenn du dich beim Schwimmen die ganze Zeit ausschließlich deiner eigenen Kraft bedienst. Jedoch kann es vorkommen, dass die Person, die vor dir die Route angibt, nicht immer die schnellste Rennstrecke auswählt oder sich über die Bojen in offenen Gewässern im Klaren ist. Vertraue daher also nicht nur blind den anderen Schwimmern, sondern visualisiere immer deren Ziele, ohne sie jemals aus den Augen zu verlieren.

Bleib unauffällig

Wärst du erfreut zu merken, dass sich der Schwimmer hinter dir Kraft spart, indem er einen Nutzen aus all deiner harten Arbeit zieht? Windschattenschwimmen wird es natürlich auch weiterhin bei Rennen im offenen Wasser geben, aber nutze die Gutmütigkeit anderer Schwimmer nicht aus; das könnte sie nämlich ärgern und dich aus dem Rhythmus bringen.

Bleib in Deckung vor Tritten

Vor allem zu Beginn eines Rennens ist es schwierig, im Windschatten zu schwimmen, da man mit plötzlichen Tempowechseln rechnen muss. Sei daher vorsichtig: Wenn du zu nah an den Füssen deines Vordermannes schwimmst, kann es ihn vielleicht irritieren und du kassierst einen Tritt, der dir klarmachen soll, dass du Abstand halten sollst.

Und wenn die Situation einmal anders herum ist……  hab Geduld!

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Author

Geschrieben von:

Valeria Molfino

Valeria Molfino is a 30-year-old with lots of stories to tell. She is a keen swimmer and runner but, above all, passionate about writing. She has always been a Blogger and loves to observe and describe people and their relationships, grasping all the most deeply hidden nuances and connections. She has a degree in Media Languages to give her a deeper understanding of communication and a Master’s in Multimedia Communication, so that she can express herself more methodically and concisely. For her swimming is not just a sport, but a means of expressing freedom and lightness.

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