Damit dir nicht die Luft ausgeht

Training & Technik
Geschrieben von: arena coaches at 13 Juni '17 0
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Warum die Lungenkapazität beim Schwimmen wichtig ist und wie du es schaffst, sie zu verbessern.

Bevor wir uns diesem Thema widmen, empfehle ich allen, sich mal ein WM- oder Olympiafinale über 50 Meter Freistil anzusehen. Abgesehen von den unvorstellbaren Zeiten, die die Athleten schwimmen, fällt einem dabei auf, dass sie über die gesamte Distanz im Schnitt höchstens ein- bis zweimal atmen. Manche atmen sogar überhaupt nicht. Wie wichtig eine ausgezeichnete Lungenkapazität für einen Schwimmer ist, will ich euch daher heute erklären. Damit will ich natürlich nicht sagen, dass du auf einer 50-Meter-Strecke nur ein oder zwei Mal atmen solltest; aber man kann etwas für sich daraus lernen.

Auf den Punkt gebracht: Unsere Lungenkapazität zeigt an, wie gut unsere Lunge arbeiten. Dies lässt sich (in der Regel als Teil einer medizinischen Sportuntersuchung) in einem Spirometrie-Test messen. Regelmäßiger Sport verbessert die Lungenkapazität, Rauchen verschlechtert sie.

Eine gute Lungenkapazität bedeutet aber nicht nur, dass man die Luft besonders lange anhalten kann. Wenn dem so wäre, würde die Lungenkapazität ja nur beim Freistil und Schmetterling wirklich bedeutsam sein und beim Rückenschwimmen (wo du die ganze Zeit atmen kannst) oder Brustschwimmen (wo man bei jedem Schwimmzug atmet) nicht.

Wir schon gesagt: Eine gute Lungenkapazität bedeutet eine bessere Lungenfunktion. Sauerstoff und Glukose bilden die Grundlage für die chemischen Reaktionen in unserem Körper, die Energie freisetzen, um Bewegung und Lebensfunktionen zu ermöglichen. Wenn man diese Kapazität trainiert, bedeutet es, mehr Sauerstoff und dadurch mehr anaerobe Energie zur Verfügung zu haben.

Der Sauerstoff in den Lungen hilft uns außerdem dabei, an der Wasseroberfläche zu bleiben. Je mehr Sauerstoff in den Lungen, umso besser ist die Körperlage im Wasser.

Hier sind drei Übungen:

1. So tief wie möglich ein- und ausatmen.

Du kannst diese Übung zu Hause ausführen und sie auch zur Entspannung nutzen. Atme langsam so tief wie möglich ein und halte die Luft für fünf Sekunden an. Dann atme so lange wie möglich aus und warte fünf Sekunden bevor du die Übung wiederholst. Atme insgesamt 10 mal tief ein und aus.

2. Atme im Rhythmus deines Armzugs.

Atme beim Freistilschwimmen abwechselnd alle 2/3/4/5/6/7/8/9 Züge. Diese Übung kann sowohl beim lockeren als auch beim schnellen Schwimmen ausgeführt werden.

3. Atme eine feste Anzahl von Atemzügen über eine gewisse Distanz.

Im Gegensatz zur letzten Übung legst du hierbei eine maximale Anzahl von Atemzügen pro Bahn fest. Sie kann sowohl beim bei lockerem als auch beim schnellen Schwimmen ausgeführt werden. Beginne zunächst mit 300/400 m Schwimmen und erhöhe allmählich die Intensität.

Viel Spaß beim Training!

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arena coaches

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