Vom Hobbyschwimmer zum Masters-Athleten: Wie, Wann und Warum

Training & Technik
Geschrieben von: arena coaches at 10 März '17 0
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Menschen gehen aus den unterschiedlichsten Gründen ins Schwimmbad. Die gängigsten Gründe sind, um das Wasser zu genießen, um sich wohlzufühlen (Herz-Kreislauf-Funktionen stärken, Muskeln aufbauen oder abnehmen) oder um gesund zu werden (z.B. um sich von einer Verletzung zu erholen und den Körper wieder zu rehabilitieren).

Aber egal, weshalb wir da sind: Nach einer Weile schauen wir alle auf unsere Schwimmzeiten, zählen die geschwommenen Bahnen oder berechnen die zurückgelegte Strecke. Wir beobachten unsere Leistung.

Hinzu kommt die Neugier darauf, herauszufinden, wie gut wir im Wasser wirklich sind und wie viele Fortschritte wir bisher schon gemacht haben. Und schon ist die Versuchung da, einen Masters-Schwimmkurs zu belegen.

Die erste Frage, die wir uns stellen, ist immer die gleiche: „Bin ich gut genug?“

Ziel eines Masters-Schwimmkurses ist es, gegen Andere im Wettkampf anzutreten und ein bestimmtes, methodisches Training zu absolvieren, das regelmäßiges Schwimmen (3-4 Einheiten pro Woche) beinhaltet.

Wer sich sicher ist, die nötige Zeit, Entschlossenheit und Energie dafür zu haben, kann sich überlegen, welche Ziele er erreichen muss, um auf diesem Niveau konkurrenzfähig zu sein. Diese Ziele können so aussehen:

1. Die ärztliche Untersuchung zu bestehen (für alle Stufen von Wettkampfschwimmern Pflicht)

2. Mindestens eine Stunde im Wasser bleiben zu können, ohne raus zu müssen

3. Mindestens 400 m locker durchschwimmen zu können (16 Bahnen eines 25 m langen Schwimmbeckens).

4. Mindestens drei Schwimmarten schwimmen zu können (Freistil, Rückenschwimmen, Brustschwimmen); nicht unbedingt technisch einwandfrei, aber ohne Probleme mit der Atmung zu haben.

5. In der Lage zu sein, 50 m lockeren Freistil zu schwimmen und nach jedem 5. bis 6. Schwimmzug eine Rolle vorwärts zu machen.

6. Vom Startblock ins Wasser springen zu können, ohne Angst vor dem Aufkommen an der Wasseroberfläche zu haben.

7. Den Atem für ca. 25-30 Sekunden unter Wasser anhalten zu können (wenn nötig, mit Festhalten an der Einstiegsleiter).

Um all diese Ziele zu erreichen, absolviere diese Trainingseinheit

(FS: Freistil; BS: Brustschwimmen; RS: Rückenschwimmen):

  • Aufwärmen: 300 Meter leichtes Schwimmen aller Schwimmarten, außer Schmetterlingsschwimmen (Starten vom Startblock) (z.B.: 50 m FS + 25 m BS + 50 m FS + 25 m RS)
  • Technik: 8 x 25 m mit 15 Sekunden Pause (1 x FS nur mit dem rechten Arm – 1 x BS mit FS Beinschlag – 1 x FS nur mit dem linken Arm – 1 x RS mit BS Beinschlag – 1 x FS mit Vorwärts-Rollen nach jedem 5. Schwimmzug – 1 x BS mit 2 Beinschlägen + 1 Armzug – 1 x FS mit ½ Bahn nur mit Beinschlag und ½ Bahn normales Schwimmen – 1 x RS mit geballten Fäusten)
  • Beinschlag: 200 m leichtes Schwimmen (50 m FS + 50 m BS + 50 m RS + 50 m BS)
  • Hauptteil: 18 x 50 m konstant-leichtes Schwimmen mit 20 Sekunden Pause (2 x FS + 1 x BS + 2 x FS + 1 x RS)
  • Armzüge: 4 x 75 m leichter FS mit Pullbuoy mit 15 Sekunden Pause
  • Ausschwimmen: 200 m (25 m Doppel-Arme RS + 25 m eine beliebige Schwimmart)
  • Gesamt: 2.1 km

Wenn du dieses Training trotz aller Entschlossenheit noch nicht schaffst, dann nimm lieber noch eine Weile in einem Kurs für erwachsene Freizeitschwimmer teil, bis du das Pensum erfüllen kannst.

Wenn es dir aber leicht gelingt, worauf wartest du dann noch? Das Masters-Schwimmteam wartet schon auf dich.

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arena coaches

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